Der Hafenblog

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Die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle

 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Paderborner Puppenspiele

 

Sonntag, 10. Juni 2018
Die Elsterratte

Die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle

Moin moin liebe krummbeinigen Seemänner und Seemännerinnen, hier ist sie wieder, die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.

Einer meiner 432 Großneffen mütterlicherseits lebt mit seiner Frau und seinen 21 Kindern in der Bilge eines alten Schleppers. Der Hafen, in dem sie liegen, ist unter der Verwaltung eines Vereins. Und wie in jedem Verein haben die Mitglieder unterschiedliche Charaktere, manche haben sogar einen ziemlich unterschiedlichen Charakter. So zum Beispiel der Nachbar meines Neffen. Er hat einen gewissen Drang nach Eigentumsübertragung. Manche sagen: „er gleicht einem schwarz weiß gefiederten Vogel, der Elster genannt wird und alles klaut, was nicht niet-und nagelfest ist, kurz gesagt: „Er ist eine diebische Ratte“. Eines Tages wurde es dem Vorstand zu viel, er kündigte die Mitgliedschaft dieses Vogels. Da der Vorstand aber sehr gewissenhaft ist, machten sie sich zuvor viel Gedanken über die Ursachen und kamen zu dem Schluß, daß es sich hier wohl um Kleptomanie handele und man unbedingt ärztliche Hilfe anfragen solle. Beim Gespräch mit der örtlichen psychiatrischen Kapazität ergab sich die Frage, woran man denn erkennen könne, ob jemand ein Fall für die direkte Einweisung sei. Die Antwort des Professor Dr. Dr. Dr. war einfach:
"Nun, wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer und bitten ihn, die Badewanne auszuleeren.“
"Ah, wir verstehen“ sagte der Vorstand, „und ein normaler Mensch würde den Eimer nehmen, damit es schneller geht, ja?"
„Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel ziehen ...“

Der Antrag auf sofortige Einweisung der diebischen Ratte wurde nie gestellt.

Bis neulich und immer eine handvoll Wasser unterm Steg
die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.




Dienstag, 10. April 2018
Bauernregeln

Die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle

Moin moin liebe krummbeinigen Seemänner und Seemännerinnen, hier ist sie wieder, die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.

Neulich waren wir bei einem meiner zahlreichen Onkel mütterlicherseits, der auf einem Bauernhof wohnt. Er sieht sich niemals den Wetterbericht im Fernsehen an sondern, verläßt sich ganz auf die alten Bauernregeln. Hier ein paar Beispiele:
Wildgänse auf offenem Wasser - der Sommer wird ein nasser.
Wenn Spinnen in die Häuser kriechen, sie einen kalten Winter riechen.
Ist die Spinne träg zum Fangen, Gewitter bald am Himmel hangen.
Wenn der Hahn bei Vollmond kräht, die Sonne in der Früh aufgeht.
Wenn die Schwalben das Wasser im Fluge berühren, so ist schon bald der Regen zu spüren.
Herrscht am Abend Sonnenschein, wird er nicht von Dauer sein.
Der Nordwind ist ein rauher Vetter, doch er bringt beständig's Wetter.
Donnert's durch den kahlen Wald, wird's vielleicht noch mal sehr kalt.
Siehst du Nebel auf Seen und Auen, kannst du getrost auf schön Wetter bauen.

Ich persönlich halte ja auch nicht viel von den Wetterberichten, aber die Bauernregeln mache ich immer selbst:
Springt der Ochse auf den Hahn, war's wahrscheinlich Rinderwahn.
Hat der Bauer Frost am Schuh, steht er in der Tiefkühltruh'.
Dreht der Hahn sich auf dem Grill, macht das Wetter was es will.
Wenns dem Bauern in die Suppe hagelt, war das Dach wohl schlecht vernagelt.
Riechen streng des Bauers Socken, war der letzte Winter trocken.


Bis neulich und immer eine handvoll Wasser unterm Steg
die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.




Samstag, 27. Januar 2018
Wissenschaft und Homöopathie

Die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle

Moin moin liebe krummbeinigen Seemänner und Seemännerinnen, hier ist sie wieder, die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.

Wenn man sich fragt, was ist Wissenschaft, kann man das so erklären. Ein Biologe fängt eine Fliege. Er klatscht in die Hände und die Fliege fliegt weg. Er nimmt eine zweite Fliege, reißt ihr die Flügel aus, klatscht wieder in die Hände und erkennt: die Fliege wurde durch das Ausreißen der Flügel taub. So funktioniert Wissenschaft. Jedes neue Experiment kann wieder neue Erkenntnisse bringen. Durch dieses Prinzip müssen sich die Homöopathen erfunden haben. In der Homöopathie werden nämlich Wirkstoffe so verdünnt, daß z.B. giftige Substanzen für den Menschen nicht mehr schädlich sind und dadurch eine Heilwirkung hervorrufen. Belladonna ist der Name des homöopathischen Arzneimittels, das aus der schwarzen Tollkirsche (Atropa belladonna) gewonnen wird. Die Tollkirsche gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse und ist für den Menschen giftig. Angegeben wird die Verdünnung in Potenzen. So bedeutet D30, daß die Ursubstanz 30 mal im Verhältnis 1:10 verdünnt wird. Das vermischen geschieht aber nicht einfach durch rühren, nein es muß geschüttelt werden. James Bond läßt grüßen. Nach dem 24. mal "geschütteltes Verdünnen" ist die Ursubstanz aber nicht mehr nachzuweisen. Trotzdem glauben die Homöopathen, daß die Wirkung immer noch vorhanden ist. Es soll tatsächlich noch wirken. Das ist demnach vergleichbar als wenn man in Düsseldorf einen Autoschlüssel in den Rhein wirft und dann in Duisburg versucht sein Auto mit dem Rheinwasser zu starten.
Es gibt eben Dinge, die sind wissenschaftlich nicht zu erklären. So kam z.B. bei einem Versuch heraus, daß wenn man einem Menschen sagt, er soll an etwas sehr Positives denken, und man mißt dabei seine Körpertemperatur, kommt man zu folgendem Ergebnis: die Körpertemperatur steigt leicht oder bleibt gleich oder sinkt sogar minimal. Und jetzt kommt das Unglaubliche: sagt man einem Menschen, er soll an etwas Negatives denken, ist das Ergebnis genau umgekehrt.



Bis neulich und immer eine handvoll Wasser unterm Steg
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Mittwoch, 3. Januar 2018
Fremdwörter

Die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle

Moin moin liebe krummbeinigen Seemänner und Seemännerinnen, hier ist sie wieder, die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.

Fremdwörter sind schon schwer zu behalten, und meistens sind sie auch Irrlichter. Sie führen einen auf den falschen Weg. Aber es gibt Leute, die grundsätzlich alles kompliziert ausdrücken wollen, um sich von der Allgemeinheit abzuheben:
„Das Produkt der Agrarier steht umgekehrt proportional zu seiner geistigen Kapazität“, was nichts anderes bedeutet als: „die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln“.
Hier ein paar Beispiele:
Profilaxe sind keine hauptberuflichen Speisefische,
Pissoir ist zwar französisch, heißt aber nicht „scheiß Abend“
Hellebarden sind keine klugen Sänger,
Imponieren bedeutet nicht, daß ein inneres Organ im Arsch ist
Pseudokrupp ist kein anderes Wort für Thyssen
Inkontinent bedeutet nicht „auf dem Festland“
und imposant kann man nicht mit „im Hintern Steine“ steigern.
Das aber manchen Menschen erklären zu wollen, käme einem Versuch gleich, in der Wüste zu tauchen. Übrigens Männer, wenn man Schiesser Unterwäsche mit Eingriff trägt, muß man vorsichtig gehen, weil man nicht weiß, wann der Eingriff erfolgt.


Bis neulich und immer eine handvoll Wasser unterm Steg
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Samstag, 29. Juli 2017
Der Prädator

Die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle

Moin moin liebe krummbeinigen Seemänner und Seemännerinnen, hier ist sie wieder, die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.

Kormorane sind schon eigenartige Vögel, mit ihrem kräftigen Schnabel fangen sie Fische, die beinah so groß sind wie sie selbst und schlingen sie ohne zu kauen runter. Eigentlich müssen sie danach so satt sein, daß sie nicht mehr ans Essen denken, aber sie begeben sich sofort wieder auf die Jagd. Sie fliegen sehr geschickt obwohl sie einen schweren Körper haben, beim Schwimmen liegen sie deshalb allerdings so tief im Wasser wie ein U-Boot. Es gibt sie als Zugvögel, Teilzieher oder Standvögel und sie zählen zu den Prädatoren. Und jetzt kommt´s.
Als Prädator bezeichnet man in der Biologie in allgemeiner Form, einen Organismus, der einen anderen zum Zweck der Nahrungsaufnahme nutzt und dabei meist tötet. Die Prädation wird anhand der Interaktion zweier Arten definiert, bei der die eine Art (der Prädator) profitiert, während die andere Art Nachteile erleidet.
Na, das ist doch mal ´ne super Erklärung (gefunden bei Wikipedia). Mich interressiert nur, ob der Fisch, der vom Kormoran gefressen wird, das auch so sieht. Dieses Verhalten erinnert mich an einen entfernten Cousin.

Bis neulich und immer eine handvoll Wasser unterm Steg
die alte Schiffsratte mit dem Blog für alle Felle.



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1 Kommentar

24.11.2017 22:10 Paul
Hallo Hugo, mach weiter so !! Deine Anekdoten sind wunderbar. Gruß Paul und Anne